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Xmal Deutschland – Fetisch (1984)

Die meisten Alben, die ich Durchhöre und über die ich hier dann schreibe, sind CDs und Vinyl aus meiner eigenen Sammlung, die ich mir vorgenommen habe wenigstens einmal nochmal komplett durchzuhören. Hinzu kommen dann Alben auf die ich neugierig bin oder von denen ich mich einfach überraschen lassen möchte, um neues zu entdecken, die ich dann einfach bei einem Streamer höre und bei gefallen mir dann meist auch zulege.

Der Name „Xmal Deutschland“ ist mir immer mal wieder begegnet. Entweder weil ich Artverwandtes hörte oder weil ich nur was drüber gelesen hatte. Aber gehört habe ich so richtig bisher nichts von der Band. Gothic-, New Wave, NDW ist wohl der Mix. Vor dem Album hat die Hamburger Band ein paar Singles herausgebracht – ich fange mal einfach an den ersten Longplayer zu hören.

Die zu Anfang und zur Zeit der Aufnahmen des Albums nur aus Frauen bestehende Band (Anja Huwe, Manuela Rickers und Fiona Sangster) wurde nach einer Tour mit den „Cocteau Twins“ vom 4AD-Label unter Vertrag genommen und war trotz deutscher Texte erst mehr in England erfolgreich als in er Heimat

„Qual“ beginnt wie viele New Wave/Post Punk-Platten dieser Zeit und übernimmt viel von den englischen Vorbildern - ist aber von der Rockmelodie recht mitnehmend. Es gibt ein Trommel- und Effektgewitter am Ende in der zweiten Hälfte des Songs. Es wird auch gesungen, aber irgendwie ist mir der Text um ihm zu verstehen etwas arg undeutlich geraten – vielleicht ist dies aber auch gut so.

Warum die Band beim 4AD-Label gelandet ist, hängt sicherlich mit den doch tanzbaren und zugänglichen Düsterrockmelodien der Band zusammen - die eben mit artverwandten Bands doch problemlos mithalten können und auch das Zeug haben, auch heute noch in Düsterdiscos gespielt zu werden. Das gilt auch für „Geheimnis“. 

Post-Punk – etwas aggressiver gespielt: „Young Man“. „In der Nacht“ ist vom Soundkostüm schon wirklich was besonderes und hebt den Song über ähnliche Genresongs doch weit heraus – ganz instrumental gehalten. 

„Orient“ versucht arabische Melodien mit einfließen zu lassen, darüber wird recht punkig gespielt. Nicht so ganz meins. Auch bei einer anderen Band des 4AD-Labels namens „Dead can Dance“ habe ich so meine Probleme damit, wenn diese Weltmusik mit Düsterfolk zusammen mixt. 

Im DAF-Rhythmus-Technik: „Hand in Hand“. „Kaempfen“ verstärkt im Post-Punk/New Wave-Mix. Langsam habe ich mich an der Platte satt gehört, denn wegen der nicht wirklich ansprechenden Gesangdarbietung bei dem Song nervt der Song mich.

.Underground-Punk-Nummer: „Danthem“. Bei „Boomerang“ spricht mich der Post-Punk-Sound und der Bass, der an Joy Devision und New Order erinnert, mich wieder an. Das ist dann doch noch ein weiterer richtig guter Song. 

„Stummes Kind“ mixt nochmal als das was die Band spielt – (Post)Punk und Ghotic-Rock und New Wave - zusammen – aber das nervt mich dann wieder.

Wer frühen New Wave, Düster-Rock und Alternative Rock mag – sollte Xmal Deutschland mal gehört haben – ob es dann Teil der eigenen Sammlung wird, muss jeder selbst entscheiden – bei mir reicht es erstmal es einmal gehört zu haben. (691)

XTC – Go 2 (1978)

Eigentlich wollte sich die Band von Brian Eno produzieren lassen, doch dieser lehnte dankend ab mit dem Argument, sie seien so gut, dass sie sich auch selbst produzieren könnten. Dennoch nahmen sie einen Produzenten mit ins Studio, nämlich John Leckie, der bereits ihr Debütalbum produziert hatte. Die Musik bewegt sich eher im Bereich New Wave und Power Pop, mit einem stärkeren Punk-Einfluss als Post Punk. Für mich erreicht sie nicht ganz, was ich mir erhofft hatte. Solche Klänge habe ich in meiner langen Musikhörerfahrung schon oft besser gehört. Ein Song wie „Are you Receiving Me“ ist ganz ordentlich, klingt aber zu sehr nach Mick Jagger, der versucht, bei Roxy Music zu singen. Eine Punknummer mit Ska-Elementen wie „Red“ hat dasselbe Problem – es gibt bessere Versionen von anderen Künstlern. „Beattown“ besticht durch gute Instrumentalparts, doch sobald der Gesang einsetzt, wird der Song leider zerstört – was ich sehr bedauere. „Life Is Good in the Greenhouse“ ist danach wirklich unglücklich geraten. „My Weapon“ und „Super Tuff“ retten das Album zwar nicht, tragen aber dazu bei, dass der erste Eindruck von XTC etwas positiver wird. Ich besitze auch die beiden nachfolgenden Alben, daher kann mich die Band vielleicht noch überzeugen. Dieses Album werde ich jedoch weitergeben. (98)

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